Do not track – Wer hat den Schaden?

by Andreas Helios

Posted on 06-12-2012

Die Diskus­sion über das (inzwis­chen abge­sagte) Forschung­spro­jekt der Sch­u­fa, die Dat­en aus sozialen Net­zw­erken für die Bonitäts-Bew­er­tung von Kred­it­nehmern nutzen wollte, hat let­zte Woche heftige Wellen geschla­gen. Sie zeigte wieder ein­mal, wie groß die Angst vor Daten­schnüf­felei ger­ade in Deutsch­land ist. Aber auch ander­swo wird über dieses The­ma gestritten.

In den Blick­punkt rückt dabei das Track­ing der Cus­tomer Jour­ney durch das Web mit Hil­fe von Cook­ies. Diese „Kle­bezettel“ (wie die „Welt am Son­ntag“ sie am Woch­enende sehr schön beschrieb), helfen zum Beispiel bei der Bere­it­stel­lung von maßgeschnei­dert­er Wer­bung. Doch obwohl die Dat­en dabei nur anonym gesam­melt wer­den und keine Rückschlüsse auf die Per­son zulassen, ist auch hier die Angst groß.

Do Not Track” heißt eine Ini­tia­tive der US-Indus­trie und deren Auf­sichts­be­hörde Fed­er­al Trade Comis­sion, die Nutzern helfen soll, die „Spi­one im Netz“ loszuw­er­den. Die Idee: Die näch­ste Gen­er­a­tion der Inter­net-Brows­er erlaubt es den Nutzern, den Wer­benet­zw­erken per Soft­wareschal­ter zu sig­nal­isieren, dass sie nicht ver­fol­gt wer­den wollen. Ein­er der größten Befür­worter der Ini­tia­tive ist Microsoft, das seinen neuen Inter­net-Explor­er 10 dem­nächst bere­its mit umgelegtem „Do not Track“-Schalter aus­liefern wollte. Das ist zwar vor­erst vom Tisch, aber die Diskus­sion geht weiter.

So vernün­ftig es auf den ersten Blick auch ist, die Pri­vat­sphäre im Inter­net bess­er zu schützen, sollte man sich doch Gedanken über die Auswirkun­gen machen. Denn die** Online-Wer­bung** ist ein Mil­liar­dengeschäft, das auch zahlre­iche kosten­lose Dien­ste für den Ver­brauch­er finanziert. Ist hier der Nutzen nicht größer als der Schaden, der durch das kom­merzielle Track­ing entste­ht? Und maßgeschnei­derte Anzeigen, die zu den aktuellen Inter­essen des Web­surfers passen, sind doch auf jedem Fall der „Schrot­flinte“ vorzuziehen, die einen son­st undif­feren­ziert mit Reklame bom­bardiert. Cus­tomer Jour­ney-Analy­sen, mit denen die Kun­den­reise über unter­schiedliche Sta­tio­nen im Web ver­fol­gt wer­den kön­nen, helfen den Unternehmen bei der Opti­mierung ihrer Angebote.

Dadurch find­et man als Kunde beim Online-Shop­ping schneller und genauer das Gesuchte, spart Zeit und Ner­ven. „Das Geschäft ist nicht notwendi­ger­weise ver­dammenswert“, schrieb auch die** Süd­deutsche Zeitung (SZ)** gestern in ihrem Wirtschaft­steil. Denn die gesam­melten Dat­en wür­den zwar der eige­nen IP-Adresse, aber nicht dem Namen zuge­ord­net. „Und außer­dem hil­ft das Geld, das hier unbe­merkt fließt, einen Großteil der Webange­bote kosten­frei zu hal­ten“, so der SZ-Autor. Recht hat er.

Trotz­dem nehmen wir das The­ma nicht auf die leichte Schul­ter. Adobe Site­Cat­a­lyst als führende Web­analy­selö­sung ver­schleiert in der Stan­dard­e­in­stel­lung für europäis­che Anwen­der die IP-Adressen der Web­site-Besuch­er vor der Spe­icherung und stellt einen Opt-Out-Mech­a­nis­mus zur Ver­fü­gung, über den diese die Wahl ange­boten wer­den kann, nicht getrackt zu wer­den. Auch andere Mod­ule der Adobe Dig­i­tal Mar­ket­ing Suite, wie der Adobe Audi­ence Man­ag­er oder die Mul­ti-Chan­nel Adver­tis­ing Tech­nol­o­gy (ehe­mals Effi­cient Fron­tier), enthal­ten Auswahlmech­a­nis­men für die End­kun­den und erken­nen „Do not Track“-Head­er im Brows­er. Damit erfüllen unsere Tools auch die stren­gen Daten­schutza­u­fla­gen in Europa.

Wir treten für das Recht auf Pri­vat­sphäre im Inter­net ein und stellen unseren Kun­den deshalb Lösun­gen zur Ver­fü­gung, mit denen die Besuch­er ihrer Web­sites dieses Recht kom­fort­a­bel in Anspruch nehmen kön­nen. Denn let­zten Endes wer­den die Ver­brauch­er entschei­den, was ihnen besser­er Ser­vice und mehr Bequem­lichkeit wert ist – nicht in Form von Geld, son­dern in Form von per­sön­lichen Dat­en. Langfristig sind nur die Unternehmen am Markt erfol­gre­ich, die ihren Kun­den – unab­hängig von geset­zlichen Regelun­gen – einen „Deal“ anbi­eten, der für bei­de Seit­en von Nutzen ist.

P.S. Wenn Sie sich für das The­ma “Cus­tomer Jour­ney-Analyse” näher inter­essieren, ein aktueller Tipp. Mor­gen,** am Mittwoch den 13.06.2012**, mod­eriere ich dazu von 11:00 — 11:45 Uhr ein kosten­los­es eSem­i­nar. Hier kurz der Inhalt, den Sie ganz bequem am Schreibtisch ver­fol­gen kön­nen:

Die Gren­zen zwis­chen Online- und Offline-Busi­ness ver­schwim­men. Nur wer es schafft, wirk­lich rel­e­van­ten Con­tent auf allen Kanälen anzu­bi­eten, wird in der dynamis­chen dig­i­tal­en Welt vorankom­men. Die ganzheitliche Sicht auf die Cus­tomer Jour­ney wird zum kri­tis­chen Erfol­gs­fak­tor — mit der Adobe Dig­i­tal Mar­ket­ing Suite erhal­ten Sie die rel­e­van­ten Dat­en zur Ziel­gruppe und liefern dafür die richti­gen Inhalte aus!

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