Die dritte Welle der Enterprise-Software ist da

by Andreas Helios

Posted on 03-22-2016

Mit über 10.000 Teil­nehmern und Stars wie Georg Clooney begin­nt heute um 17.00 Uhr MEZ der Adobe Sum­mit 2016 in Las Vegas, Amerikas größte Kon­ferenz für dig­i­tales Mar­ket­ing. Im Zen­trum der führen­den Branchen­ver­anstal­tung, deren wichtig­ste Keynotes auch live ver­fol­gt wer­den kön­nen, ste­hen die neuesten Inno­va­tio­nen der Adobe Mar­ket­ing Cloud. Sie sollen Unternehmen auf ihrem Weg ins Zeital­ter des **Expe­ri­ence Busi­ness **best­möglich unter­stützen.

Adobe Device Net­zw­erk für nutzer­basiertes Marketing

Ein Higlight ist die in Las Vegas erst­mals vorgestellte Adobe Mar­ket­ing Cloud Device Co-op. Dieses Net­zw­erk startet zunächst in den USA und in Kana­da und wird es Unternehmen schon bald weltweit ermöglichen, sich geräteüber­greifend zusam­men­zuschließen. Sie kön­nen dadurch ihre Kun­den noch bess­er über die diversen Touch­points iden­ti­fizieren und ansprechen – natür­lich ohne dabei Abstriche bei Daten­schutz oder Trans­parenz machen zu müssen.

Das Gemein­schaft­skonzept soll die teil­nehmenden Fir­men in die Lage ver­set­zen, ihre Kun­den im großen Stil über alle Geräte und Anwen­dun­gen hin­weg wiederzuerken­nen und ihnen per­son­al­isierte Wer­bung zukom­men zu lassen. Erste Mes­sun­gen haben ergeben, dass in Adobe Co-op bis zu 1,2 Mil­liar­den Geräte miteinan­der verknüpft wer­den kön­nen.

Allerd­ings: Nicht Geräte kaufen Pro­duk­te, son­dern es sind Men­schen. Deshalb brauchen wir ein Online-Mar­ket­ing für Men­schen, die zwis­chen unter­schiedlichen Geräten hin und her wech­seln – vom Desk­top-PC im Büro zum Smart­phone im Zug und zum Tablet daheim. Das stellt Unternehmen schon länger vor eine gewaltige Her­aus­forderung. Ein gängiger Fehler dabei: die Aus­rich­tung der Mar­ket­ing-Strate­gie auf die Geräte statt auf die Kunden.

Geräteüber­greifend­es Mar­ket­ing mit einem klaren Kundenfokus

Denn noch wird beim dig­i­tal­en Mar­ket­ing in erster Lin­ie auf IP-Adressen und Cook­ies geset­zt, um die Nutzer zu iden­ti­fizieren. Authen­tis­che und intel­li­gente Verknüp­fun­gen mit den einzel­nen Kun­den und Inter­essen­ten lassen sich darüber jedoch nicht her­stellen. Bis­lang sind nur Konz­erne wie Google oder Face­book mit ihren Mil­lio­nen von täglichen Nutzern in der Lage gewe­sen, Ver­brauch­er geräteüber­greifend zu ver­fol­gen. Mit Adobe Co-op wird geräteüber­greifend­es Mar­ket­ing mit einem** klaren Nutzer­fokus** erst­mals für alle Unternehmen möglich.

Durch Verknüp­fun­gen inner­halb ein­er Gruppe von Geräten anonymisiert­er Nutzer bzw. Haushalte wer­den Adobe Co-op-Mit­glieder ihren Kun­den ein besseres und in sich stim­migeres Inhalt­ser­leb­nis über mehrere Geräte hin­weg bieten kön­nen. Mit dieser neuar­ti­gen Funk­tion kön­nen Mar­ketin­gentschei­der Kun­den­ver­hal­tens­muster jet­zt ganz ein­fach geräteüber­greifend ver­ste­hen ler­nen. Dies wird eine genauere Aktiv­itätsmes­sung auf Web­seit­en, eine verbesserte Per­son­al­isierung von Inhal­ten sowie ein maßgeschnei­dertes Wer­beer­leb­nis bei Search‑, Dis­play- und Social-Kam­pag­nen zur Folge haben.

Größt­mögliche Rel­e­vanz bei vollem Datenschutz

Den Mit­gliedern von Adobe Co-op ermöglichen wir den Zugang zu kryp­tografisch entstell­ten Anmelde­dat­en und HTTP-Head­er-Infor­ma­tio­nen, ohne dass Rückschlüsse auf einzelne Ver­brauch­er möglich sind. Adobe ver­ar­beit­et diese Dat­en und erstellt daraus Geräte­grup­pen („Geräte-Clus­ter“), wie sie von anonymisierten Per­so­n­en oder Haushal­ten ver­wen­det wer­den. Diese Geräte­grup­pen bilden wir anschließend in unseren dig­i­tal­en Mar­ket­ing-Anwen­dun­gen ab, sodass sämtliche Co-op-Mit­glieder indi­vidu­ell und geräteüber­greifend analysieren, seg­men­tieren, Ziel­grup­pen anvisieren und wer­ben kön­nen.

Den Ver­brauch­ern wird dabei ein maßgeschnei­derte Wer­beer­leb­nis durch die teil­nehmenden Fir­men über sämtliche Touch­points hin­weg zugutekom­men. Inhalte wer­den for­t­an zum Zeit­punkt der Bere­it­stel­lung von Rel­e­vanz sein. Ein Beispiel: Ein Gerät aus ein­er bes­timmten Ver­braucher­gruppe sucht am 1. Mai nach Hotels in San Fran­cis­co. Ein zweites Gerät in der­sel­ben Gruppe bucht kurz darauf ein nicht‑rückerstattungsfähiges Zim­mer in San Fran­cis­co an besagtem Tag. Der Nutzer dieser Geräte wird ver­mut­lich Wer­bung, die ihm für Hotels in San Fran­cis­co auf dem ersten Gerät gezeigt wird, als irrel­e­vant oder gar störend empfind­en. Der­selbe Ver­brauch­er mag jedoch wom­öglich weit­erge­hende Infor­ma­tio­nen bezüglich seines bevorste­hen­den Aufen­thalts in San Fran­cis­co dur­chaus willkom­men heißen.

All dies wird möglich sein, ohne dabei die Iden­tität des Nutzers offen­zule­gen. In Adobe Co-op wer­den kein­er­lei per­sön­liche Dat­en unter den Teil­nehmern weit­ergegeben, wed­er Namen noch E‑Mail-Adressen oder Rufnum­mern. Nutzern wird vielmehr ein Daten­schutz zuteil, der die Branchen­stan­dards übertrifft. Kein­er­lei per­sön­liche oder auf den Besuch der Web­seite bezo­gene Dat­en wer­den unter den Adobe Co-op-Mit­gliedern aus­ge­tauscht, wom­it eines der Hauptbe­denken bei geräteüber­greifend­en Tech­nolo­gien entkräftet wird. Adobe Co-op bietet ein unver­gle­ich­lich­es Maß an Trans­parenz, indem es Ver­brauch­ern Ein­sicht in die teil­nehmenden Fir­men sowie in die von Adobe Co-op beobachteten Geräte ermöglicht, die mit dem ger­ade in Benutzung befind­lichen Gerät ver­bun­den sind.

Effizien­ter Start ins Expe­ri­ence Business

Mit Adobe Co-op und den in Las Vegas heute vorgestell­ten Erweiterun­gen der Adobe Mar­ket­ing Cloud find­et der Startschuß zur drit­ten Welle der Enter­prise-Soft­ware statt: Nach der Back-Office-Welle mit Software‑Lösungen für inner­be­trieblichen Prozesse wie Lagerver­wal­tung, Abrech­nung und Buch­hal­tung und der Front-Office-Welle für die datenop­ti­mierte Kun­de­nansprache bietet sie einen kom­plett neuen Ansatz, wie Pro­duk­te und Ser­vices kreiert, aus­ge­spielt und ver­mark­tet wer­den kön­nen.

Für Unternehmen bedeutet dies eine effiziente Möglichkeit, um ins Expe­ri­ence Busi­ness durchzus­tarten und ihren Kun­den an jedem Punkt des Cus­tomer Life­cy­cles ein per­son­al­isiertes und überzeu­gen­des Kun­den­er­leb­nis zu ermöglichen – von der Web­site über die mobile App bis hin zur sta­tionären Einzelhandelsumgebung.

In Las Vegas nicht selb­st dabei? Unter @AdobeSummit oder mit dem Hash­tag #Adobe­Sum­mit bleibt man auf Twit­ter immer auf dem Laufend­en. Und hier kann man sich für den Livestream der Keynotes anmelden.

Topics: Digitale Transformation & Marketing, Digital EMEA

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