Die in San Francisco angesiedelte Autorin ist Redakteurin und Community-Managerin von Adobe Spark.
Kompetenzen im Grafikdesign sind enorm gefragt. Eine ansprechende Optik ist den Menschen wichtig: Es besteht laufend Bedarf an hochwertigen Designs, ob für Werbung, Websites, Logos, Videos oder Online-Inhalte. Um Content zu erstellen, den einfach jeder teilen will, muss man kein Designprofi sein – heute ist es kein Problem mehr, vorhandene Fotos mit Designelementen zu bereichern. Oft reicht es schon aus, ein paar Mal aufs Handy zu tippen. Doch clevere Tools sind nur ein Teil des Puzzles. Designer brauchen trotz allem ein gutes Auge dafür, was visuell funktioniert und was von der gewünschten Botschaft ablenkt. Deshalb präsentieren wir euch hier acht Designprinzipien, die man bei der Arbeit mit visuellen Inhalten und der Erstellung von Grafiken berücksichtigen sollte.
Bei mehreren Elementen in einem Design sollte die wichtigste Botschaft visuell besonders hervorstechen. Das wird als Hierarchie bezeichnet und kann auf verschiedene Weise erreicht werden – größere oder kräftigere Schriftarten, Platzierung der wichtigsten Botschaft über allen anderen Informationen oder Verwendung von Formen, um den Brennpunkt einzurahmen.
Um dieses Prinzip in einem Design anzuwenden, müsst ihr bei der Botschaft und den angestrebten Zielen beginnen. Überlegt zuerst, welche Information die wichtigste ist. Vielleicht soll die Hauptbotschaft eines Designs ein Zitat sein, aber die Zielgruppe soll auch wissen, wie sie euch folgen kann oder dass bei euch gerade ein Sale stattfindet. Die Hauptbotschaft kann durch größeren Text oder Formen, die ins Auge springen, visuell als Blickpunkt etabliert werden. Die sekundäre Botschaft sollte dann so eingefügt werden, dass sie die erste nicht überwältigt. Es empfiehlt sich, zuerst die Hauptbotschaft zu entwerfen und zusätzlichen Text anschließend hinzuzufügen.
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Wiederholung ist ein wichtiges Designprinzip, denn sie stärkt den Gesamtlook eines Designs. Außerdem verbindet sie verschiedene Elemente und sorgt so für ein gut organisiertes, konsequenteres Erscheinungsbild. Einheitlichkeit und Wiederholung sind besonders beim Branding wichtig, denn der jeweilige Look soll sofort erkennbar sein. Lest doch mal nach, wie eine Bloggerin mit Spark Post durch visuelle Elemente eine konsequente Marke entwickelt. (Profi-Tipp: Eine Designvorlage kann mit nur einem Fingertippen für kleine Veränderungen dupliziert werden.)
Ausgewogenheit verleiht einem Design seine Form und Stabilität und sorgt dafür, dass die Elemente gleichmäßig verteilt sind. Dies wiederum vermittelt ein professionelles, attraktives Erscheinungsbild anstelle eines ungeordneten Durcheinanders. Ausgewogenheit bedeutet nicht, dass die Elemente dieselbe Größe haben müssen oder gleichmäßig über die Seite verteilt sind – Ausgewogenheit kann symmetrisch oder asymmetrisch sein. Bei symmetrischer Ausgewogenheit sind die Elemente auf beiden Seiten eines Designs gleich stark gewichtet, während Asymmetrie Kontraste verwendet, um der Grafik einen gleichmäßigen Fluss zu verleihen (z. B. dunkle Elemente werden von hellen ausgeglichen).
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7. Farbe**
Farbe ist ein wesentlicher Teil des Designs und sollte bei jedem neuen Entwurf gründlich durchdacht werden. Farben bestimmen größtenteils die Ausstrahlung eines Designs – jede Farbe sagt etwas aus. Bei Grün denken viele Leute an gemeinnützige Organisationen oder die Umwelt, während Rot stürmische Gefühle wie Wut auslöst. Blau ist beruhigender und passiver, Gelb erzeugt ein Gefühl von Glück und Zufriedenheit. Man braucht keine Farbtheorie zu studieren, um es richtig zu machen – Spark Post schlägt auf der Basis des Ausgangsbilds geeignete Farbkombinationen vor.
Die Bereiche eines Designs, die frei bleiben, sind ebenso wichtig wie die Bereiche, die mit Farben, Text und Bildern gefüllt werden. Negativraum erzeugt Form und kann dazu beitragen, die wichtigsten Informationen in einem Design hervorzuheben. Die Kraft des Einfachen sollte nie unterschätzt werden!
Ebenso, wie man ein Ohr für eine gute Geschichte entwickelt, indem man von den Arbeiten anderer lernt, beginnt die Entwicklung eines sicheren Auges für visuelle Informationen damit, diese Grundprinzipien zu identifizieren. Was bringt Menschen dazu, sich mit einem Inhalt oder auch im Alltag mit etwas auseinanderzusetzen? Welche Elemente ziehen euch an, welche Fehler törnen euch ab? Denkt über diese Fragen nach – dann seid ihr auf dem besten Weg zu wirklich coolen Designs.