So klappt’s mit der Einführung neuer Technologien

Hightech im Unternehmen zu etablieren, ist ein schwieriges aber notwendiges Unterfangen. Ohne den richtigen Rahmen wird das kaum gelingen. Daher: Schulen Sie Ihre Mitarbeiter, suchen Sie sich Verbündete und stellen Sie einen Fahrplan auf.

So klappt’s mit der Einführung neuer Technologien

by David Kaganovsky

Posted on 09-07-2017

Ist es möglich, dass Sie die größte Herausforderung für die Einführung einer neuen Technologie schlichtweg übersehen?

Stellen Sie sich den Schock vor, wenn in all dem Durcheinander von Funktionen und potentiellen Anwendungen plötzlich die Mitarbeiter die Nase rümpfen. Letztendlich sind sie es, die täglich mit der neuen Technologie arbeiten. Daher ist das Personal der wichtigste Faktor im Zusammenhang mit neuen Technologien.

Früher mussten IT-Verantwortliche und CIOs allein mit der Implementierung fertigwerden. Heute ist das auch ein Problem für den Marketingbereich. Auch der CMO wird sich immer öfter auf neue Technologien einlassen müssen, um den Wettbewerbsvorteil zu sichern und wirksame Kampagnen durchzuführen.

Wie können Sie also sicherstellen, dass die Technologie Ihrer Wahl auch beim Team gut ankommt? Immerhin wird es täglich mit den Tools arbeiten. Kurz gesagt geht es darum, einen gut funktionierenden Rahmen zu schaffen, um die Ihnen zur Verfügung stehenden Mittel so wirksam wie möglich einzusetzen.

Die verzwickte Angst vor der Technik

Es ist bekanntlich nicht einfach, Verhaltens- und Arbeitsweisen zu ändern. An eingefahrene Strukturen kommt man so leicht nicht ran.

Den meisten Mitarbeitern ist aber durchaus bewusst, wie wichtig Veränderungen sind und dass man lieber früher als später die Zähne zusammenzubeißt, um unerwünschte Gewohnheiten abzulegen. Als Belohnung winkt immerhin ein leichterer, effizienterer und produktiverer Workflow, und das auf Jahre hinaus. In der Regel ist es mit guter Kommunikation und einer ordentlichen Strategie möglich, alle mit ins Boot zu holen.

Leider gilt vieles davon nicht für die Einführung neuer Technologie.

Dann geraten Mitarbeiter häufig ins Schlingern. Technologie wirkt erst einmal verwirrend und bedrohlich. Bis ins kleinste – und manchmal unlogischste – Detail wird sie unter die Lupe genommen.

Wenn Sie Ihren Mitarbeiter eine neue Software geben, kann es sein, dass sich manche ganz einfach weigern, sie auch einzusetzen – weil sie keine Zeit haben, die Funktionsweisen zu erlernen, oder weil sie davon ausgehen, dass die Software kompliziert, überflüssig und höchstwahrscheinlich fehlerhaft ist.

Manch einer ist quasi von Natur aus technikfeindlich veranlagt. Niemand lässt sie sich gerne etwas aufdrängen. In der Konsequenz sind nur wenige Mitarbeiter von neuen Technologien begeistert.

Gehen Sie diese Probleme mit einem Change Management-Programm an, das mit dieser Art Widerstand umzugehen weiß. Nur so wird sich Produktivität und Wirksamkeit der neuen Technologie beweisen können. Außerdem müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Mitarbeiter über die erforderlichen Kompetenzen und Fähigkeiten verfügen.

Partner und Verbündete

Ausschlaggebend für jede wichtige Entscheidung sind intelligente Analysen und die Beratung durch Fachleute. Die Einführung einer neuen Technologie hat schwerwiegende Folgen – insbesondere wenn viel Geld involviert ist.

Es ist auch möglich, dass Sie mit dem Projekt auf die Nase fallen: CIOs haben nur mit rund der Hälfte ihrer Vorhaben Erfolg. Für einen Marketingchef, der nicht über das Wissen eines erfahrenen IT-Fachmanns verfügt, dürfte die Erfolgsquote noch niedriger liegen.

Die Zusammenarbeit mit Partnern ist wichtig, weil sie einen anderen Blickwinkel, wertvolles Wissen und Erfahrung in das Projekt einbringen. Bei den Partnern kann es sich um externe Unternehmen und Beraterfirmen oder auch um interne Mitarbeiter handeln, die etwas von Technologie verstehen und Ihre derzeitigen Arbeitsmethoden kennen.

Bauen Sie sich ein Netzwerk aus Verbündeten auf, die Sie beim Implementierungsprozess beraten und unterstützen können. So erhöhen Sie Ihre Erfolgsaussichten um ein Vielfaches.

Sie sollten auch in Betracht ziehen, ein paar Fans der Technologie anzuheuern. In jedem Unternehmen gibt es Kollegen, die keine Angst vor Technik haben und mit Freude ein neues Tool ausprobieren und neue Wege zu mehr Effizienz finden wollen. Indem Sie die Technikfreunde unter Ihren Mitarbeitern in das Geschehen einweihen, stärken Sie Ihre „Bodentruppen“ für den Tag, an dem Sie anderen den Nutzen und die Funktionsweise der Technologie erklären. Und vergessen Sie nicht, dass der IT-Chef Ihr womöglich wichtigster Partner ist.

Mithilfe eines gut funktionierenden Netzwerks aus Partnern und Verbündeten können Sie ausreichend Expertise zusammentragen, um eine nahtlose Implementierung sicherzustellen.

Rahmenbedingungen und Abläufe

Neben den richtigen Leuten brauchen Sie auch einen geeigneten Rahmen, um die Technologie einzuführen.

Milestones und zuvor bekannte Prozessabläufe helfen nicht nur Ihnen, sondern allen Beteiligten dabei, Unsicherheit und Ängste zu überwinden. Das reicht von einer einfachen To-Do-Liste bis zum detaillierten Projektplan, der Verantwortungsbereiche zuweist und zuvor definierte KPIs und Termine enthält.

Egal, für welchen Prozess Sie sich entscheiden, nehmen Sie sich auf jeden Fall Zeit, um den Ablauf genau zu planen.

Für diese Aufgabe können Sie sich von Managementberatern eine Scheibe abschneiden. Viele der besten Beratungsfirmen sind extrem prozessorientiert und wissen, wie sie Projekte effektiv managen können. Den unproduktiven Vertretern dieser Zunft fehlt meist einfach das messerscharfe Projektmanagement.

Und dann? Ist der erste Schritt gemacht, müssen Fortschritt und Performance fortlaufend gemessen werden. Hier geht es weder um das Endergebnis, noch um die Kundenzufriedenheit. Was zählt, ist die reine Leistung und die muss durch die Bank weg so gut sein wie möglich.

Wenn Sie eine neue Technologie in Ihrem Unternehmen implementieren, kann eine Menge schiefgehen. Und wenn Ihre Mitarbeiter sich sträuben, sie zu benutzen, werden Sie sehr viel Zeit und Geld investieren müssen.

Als Marketingchef sollten Sie daher von allen zur Verfügung stehenden Mitteln Gebrauch machen, um einen wirkungsvollen Implementierungsrahmen auf die Beine zu stellen. Für Ihren Erfolg ist das entscheidend. Die Menschen um Sie herum können Ihre größten Gegner oder Ihre engsten Verbündeten sein – je nachdem, wie Sie taktieren.

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