Creative Coffee Break: Interview mit Food-Fotografin Alpha Foodie

Für unsere YouTube-Reihe „Creative Coffee Breaks“ haben wir Samira Kazan – auch bekannt als „Alpha Foodie“ – zu ihrem großen Erfolg als Food- und Reise-Bloggerin, Food-Stylistin und -Fotografin befragt.

Adobe: Erzähl uns doch etwas über dich und deine Arbeit.
Samira Kazan: Ich bin Samira Kazan von Alpha Foodie, und ich liebe Essen und Reisen. Zu meinen größten Leidenschaften zählt die Mathematik, und ich gebe mein Wissen in diesem Fach jeden Tag weiter. Ich stamme ursprünglich aus dem Libanon und bin nach England gekommen, um an der University of Oxford zu studieren. Nach meiner Promotion in Ingenieurwissenschaften bin ich nach London gezogen (meine absolute Lieblingsstadt auf der ganzen Welt), um im Forschungs- und Bildungsbereich zu arbeiten.

Adobe: Wie bist du Food-Bloggerin und -Fotografin geworden?Samira Kazan: Früher litt ich unter dem klassischen „Keine-Zeit-fürs-Frühstück“-Syndrom und hatte dann regelmäßig gegen 11 Uhr Probleme, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren, weil ich so hungrig war. Auf Dauer war das kein Zustand. Also recherchierte ich etwas und experimentierte mit verschiedenen Rezepten. Wenn mir ein Gericht besonders gut gefiel, habe ich das Rezept über meinen Facebook-Account an Freunde weitergegeben. Ich habe Dinge ausprobiert, von denen ich vorher noch nie gehört hatte – zum Beispiel Chiasamen, Spirulina oder „Overnight Oats“ (über Nacht eingeweichte Haferflocken). Ich war erstaunt, wie lecker all diese neuen Superfoods waren. Und ich wollte meine Freunde dazu ermutigen, sich ebenfalls gesünder zu ernähren. Daher fing ich an, meine Mahlzeiten bei Facebook zu posten. Ein Freund meinte, ich solle doch Instagram verwenden. Damals, September 2015, wusste ich noch nicht viel darüber. Ich legte einen Account bei Instagram an und stellte fest, dass anderen meine Posts gefielen und großes Interesse bestand. Das gab mir einen richtigen Motivationsschub weiter nach leckeren, gesunden Gerichten zu suchen, die man supereinfach zubereiten kann.

Adobe: Wie gehst du beim Fotografieren vor? Verwendest du Programme für digitale Bildbearbeitung?

Samira Kazan: Ich arbeite mit einer Nikon D600-Kamera, einem Stativ und einem 50-mm-Objektiv. Ich verwende natürliches Licht und bearbeite meine Bilder mit Adobe Lightroom. Ich liebe dieses Programm, weil es die Bearbeitung so einfach macht. Meine Arbeitsweise ist relativ natürlich, aber es gibt ein paar Dinge, die ich gerne mache, um Bilder etwas aufzupeppen. Mit dem Gradationskurven-Werkzeug von Lightroom beispielsweise erzeuge ich verschiedene Kontraststufen und arbeite Farben und Formen stärker heraus. Damit wird ein ursprünglich etwas fades Bild lebendiger. Vor Kurzem war ich beim Adobe-Programm „Creative Coffee Breaks“ zu sehen – mit einem Video über die Verwendung von Lightroom.
Ich bin nur ein Foodie, der seine Essenskreationen dokumentieren möchte und sich daher etwas besser mit Fotografie auskennt. Ich bin aber kein Experte für digitale Bildbearbeitung. Deswegen liebe ich es, dass Lightroom einem alles so leicht macht.

Adobe: Welchen Rat würdest du Leuten geben, die gerne fotografieren und über einen eigenen Blog nachdenken?
Samira Kazan: Hab keine Angst, hin und wieder mal deine Wohlfühlzone zu verlassen. Denn außerhalb dieser Zone passieren die interessantesten Dinge. Gib deinen Bildern einen persönlichen Touch. Entwickle einen unverkennbaren Stil. Scheu dich nicht vor Experimenten. Es macht Spaß, Neues zu lernen und die eigenen Fähigkeiten kontinuierlich zu erweitern. Man muss Dinge einfach ausprobieren und schauen, was passiert.

Adobe: Wie geht es weiter? Stehen irgendwelche spannenden Projekte an?
Samira Kazan: Es gibt zwei Projekte, auf die ich mich schon sehr freue: Bei dem einen Projekt arbeite ich mit 20th Century Fox zusammen, und beim anderen lerne ich die britische Königsfamilie kennen.

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