Recap: Meine 7 persönlichen Takeaways vom Adobe Summit 2021

Recap: Stefan von Gagern lässt den Summit 2021 revue passieren und fasst seine Learnings des digitalen Events zusammen.

Summit the digital experience conference on a red background.

By Stefan von Gagern

Posted on 05-06-2021

Natürlich vermisse ich auch dieses Jahr die Event-Atmosphäre. Es ist wieder Summit-Zeit. Sonst sitze ich um die Zeit mit tausenden Marketern vor der Bühne, um die Keynote und Sessions zum Adobe Summit zu sehen – dieses Jahr wieder im Homeoffice vor dem Livestream.

Den Summit gibt’s 2021 komplett digital ins Homeoffice

Wie letztes Jahr findet der Adobe Summit 2021 komplett digital statt, was aber auch Vorteile für alle mit sich bringt: Das Event ist dieses Jahr wieder für alle kostenlos. Und schon im letzten Jahr konnte ich insgesamt per Stream sogar mehr Sessions sehen, denn viele sind on Demand verfügbar – diesmal gibt es mit 250 wieder reichlich Themen, Breakouts und Workshops. Gestern und heute konnte ich schon viele davon sehen. Hier dazu meine Eindrücke nach der Keynote, den ersten Innovation Super Sessions (im Prinzip weitere Keynotes nach Themen wie „Commerce“ geordnet) und weiteren Sessions zu Trends und Neuheiten rund um die digitale Customer Experience.

Jedes Business ist jetzt digital First

Wie gewohnt eröffnete Adobe CEO Shantanu Narayen den Event. Er betonte wie sich die Welt im letzten Jahr verändert hat: „Digitale Erlebnisse haben in der Pandemie jeden Aspekt in unserem Leben möglich gemacht. Sie verändern wie wir leben, arbeiten, lernen und spielen. Die Welt wurde zu Digital First. Jedes Business wurde in dieser Zeit zu einem digitalen Business.“ Bekanntlich gab es vor allem im E-Commerce einen Boost wie sonst in Jahren: 844 Billion Dollar, ein Wachstum von 42 Prozent gab es zum Vorjahr. Narajen rechnet für nächstes Jahr einen weiteren Schub in Richtung dem ersten „Trillion-Dollar Jahr“ vor.

Inhalte müssen personalisiert werden

Einfach im digitalen Business dabei sein reicht nicht, um Erfolg im digitalen Business zu haben. Konsumenten bestimmen selbst wie sie mit Marken interagieren und die Erwartungshaltung ist hoch. Personalisierung ist kein Luxus mehr, sondern Pflicht. Der Schlüssel zur Personalisierung sind Daten. Sie verraten was der Konsument wünscht. So erreicht man intelligenten Content, nach der Zauberformel: „Richtiger Inhalt, zur richtigen Zeit, auf dem richtigen Kanal.“

Der ganze Blick auf den Kunden ist notwendig

Um den Kunden zu verstehen müssen Marken ihn aus allen Perspektiven betrachten. Deswegen müssen Daten aus Silos – egal ob technische oder organisatorische – befreit werden. CIO und CMO müssen zusammenrücken. Zusammengefasst liefern Daten dann Einblicke, in der jede Interaktion des Kunden mit einer Marke berücksichtig wird, also zum Beispiel ob er schon einmal etwas bestellt oder gebucht hat. Damit kann die nächste Aktion, beispielsweise der nächste Hotel Check-in optimiert werden.

Eine App kann jetzt die Customer Journey gestalten

Mein persönliches Highlight ist die neue App Adobe Journey Optimizer. Sie räumt auf, denn mit dieser neuen App ist es möglich die Customer Journey zu verstehen, weil sie diese abbildet. Das Orchestrieren von Kampagnen geht einfach per Drag-and-Drop. Zielgruppen lassen sich damit leicht in Segmente unterteilen, Nachrichten personalisieren und über verschiedene Kanäle, von der E-Mail bis zum Webbanner, SMS oder Facebook-Nachricht, zum Kunden ausliefern. Möglich wird das weil im Hintergrund viel KI und Machine Learning arbeitet und bei den Entscheidungen hilft. Personalisierung heißt nämlich entscheiden: Wann soll was wie zum Kunden?

Mein persönliches Highlight: Der Adobe Journey Optimizer

Eigene Daten werden im Post-Cookie Zeitalter wichtiger denn je

Viele Unternehmen suchen noch nach einer Antwort auf das bevorstehende Post-Cookie Zeitalter. Das Ende des Third Party-Tracking-Zeitalters naht, gleichzeitig bleiben aber die Erwartungen von Website-Besuchern so hoch wie zuvor. Die Lösung heißt mehr mit eigenen Daten für Kundengewinnung- und -bindung zu arbeiten und Adobe bringt mit seiner nächsten Generation der Real-time Customer Data Platform eine passende Antwort, vor allem auch für B2B. Ohne Third-Party-Cookies ist es möglich Kundenprofile anzulegen und verwalten – gleichzeitig von bekannten und unbekannten Kunden.

KI befeuert Komfort in B2B/B2C-Shops

Den Kunden ist egal ob ein Shop B2B oder B2C ist – er erwartet einfache Suche, Bestellung und Checkout. Verschiedene auf dem Summit vorgestellte Neuheiten sollen das E-Commerce-Erlebnis besser machen, unter anderem eine Live-Suche und Produktempfehlungen. Im Hintergrund arbeitet erwartungsgemäß kräftig KI. Adobe Sign macht jetzt auch Checkouts möglich, die Unterschriften brauchen.

Daten werden zugänglicher – für alle, vom CEO bis zum Vertriebler

Daten sind das neue Gold – das wurde auch wieder klar. Aber oft können es nur Datenwissenschaflter heben. Und selbst die Spezialisten finden nicht jedes Detail, das tief in Daten vergraben ist. Die auf dem Summit vorgestellte verbesserte Datenanalyse kann keinen Datenwissenschaftler ersetzen, aber unterstützen, sowie Daten besser im Unternehmen lesbar und verfügbar machen. Beim CEO sogar per Mobile App. In vielen Abteilungen per Dashboard-Grafiken. Beim Ableiten von Maßnahmen hilft wieder KI – auch als Nicht-Datenwissenschaftler.

https://blog.adobe.com/de/publish/2021/04/27/adobe-summit-wie-marken-geschaeftserfolg-digital-vorantreiben.html#gs.05loqh

https://blog.adobe.com/de/publish/2021/04/28/adobe-summit-sneaks.html#gs.05loqg

https://blog.adobe.com/de/publish/2021/04/27/adobe-analytics.html#gs.05lq6m

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